BÜ- Störung! Zug muss anhalten- Lokführer zweimal manuell eingreifen! Holzkirchen BOB

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Hallo liebe Eisenbahnfreunde und Besucher,
herzlich willkommen auf meinem Kanal!
Im vergangenen Jahr hatte sich glücklicherweise die Lage im Mai an der Front dieses C-Virus' soweit entspannt, dass man sogar wieder nach Bayern einreisen durfte! Dies hatte ich bereits abgewartet, denn die dort im Bayerischen Oberland verkehrenden Triebwagen der Bauart INTEGRAL, offiziell als Baureihe bezeichnet, sollten endlich dokumentiert werden. Zwar hätte ich dazu viele Jahre Zeit gehabt, doch musste erst der "Druck" aufgebaut werden, dass die Fahrzeuge bald in Rente geschickt werden.
So ging es ins Bayerische Oberland- übrigens eine herrliche Gegend- um die exotischen Triebwagen aufzunehmen.
Hinter Holzkirchen hatte ich mich am Morgen aufgestellt und fand eine nette Stelle, wo die "BOB" (als Zugart im Fahrplan) schön beschleunigen sollten bzw. schon mit ordentlichem Tempo vorbei brausen sollte.
Doch der Zug kam überraschend angeschlichen in sehr niedrigem Tempo!
Ich konnte von meinem Standort keine Abweichung vom Normalbetrieb erkennen, denn die BÜ-Anlage in meiner Höhe sicherte den Überweg normal ab mit rotem Blinklicht. Das sehen die Lokführer aber meistens nicht, für die gibt es BÜ-Signale, die die einwandfreie Funktion der BÜ-Sicherung anzeigen.
Das funktionierte hier wohl nicht- jedenfalls musste der Lokführer am ersten Bahnübergang aussteigen, manuell einschalten, langsam passieren (unter Abgabe von Warnzeichen= Pfeifen). Die Szene zum zweiten BÜ in meiner Höhe habe ich gekürzt, denn durch die langsame Fahrweise würdet ihr einschlafen :)
Auch am BÜ in meiner Höhe musste der Lokführer aussteigen, manuell einschalten, und konnte erst dann die Fahrt fortsetzen.
Obwohl die Anlage die ganze Zeit über für den Straßenverkehrsteilnehmer funktionierend schien. Ohne die Rückmeldung der Sicherung für die Lokführer bringt das aber nichts, hier liegt die Störung vor.
Schließlich konnte der Zug mit den beiden INTEGRALen weiterfahren, der vordere Zugteil nach Lenggries, der hintere nach Tegernsee.
Der ganze "Spaß" der BÜ-Störungen (übrigens nur in Fahrtrichtung Warngau!) kostete den Zug gute 10 Minuten Verspätung! Und die BOB konnte nichts dafür- die Wartung und Instandhaltung der BÜ-Anlagen obliegt, wie auch der Gleise, DB Netz. Die BOB bezahlt pro Kilometer Fahrweg Gebühren an DB Netz, um dieses nutzen zu können.
Im Netz der Bayerischen Oberlandbahn gibt es dazu eine kleine Abweichung, denn der Streckabschnitt Schaftlach - Tegernsee gehört der Tegernsee-Bahn Betriebsgesellschaft! Diese ist für den Abschnitt verantwortlich, wie früher auch für den Bahnbetrieb dort. Erst mit Inbetriebnahme des BOB-Netzes nach Ausschreibung verlor die Tegernseebahn ihren Personenverkehr.
Absolut zufällig wurde ich also Zeuge einer BÜ-Störung, inklusive dem zeitraubenden Prozedere, was aber der Sicherheit geschuldet ist.
Da ich kein Eisenbahner bin, kenne ich die entsprechenden Fachbegriffe nicht, aber ich hoffe doch, dass ich die Bedingungen richtig beschrieben habe. Daher bitte ich um Verständnis!
Interessant dürfte das Video allemal für diejenigen sein, die bei einer angekündigten Verspätung die Nase rümpfen und den Lokführer schief anschauen- der aber so oft gar nichts für die Verspätung kann, sondern damit leben muss.
Ich wünsche euch viel Spaß mit den röhrenden , liebe Grüße euer Torsten!
17052020
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Мульты и аниме на любой вкус
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